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Valentin Roschacher

Zürich, 1960
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Die Werke des ehemaligen Schweizer Bundesanwaltes Valentin Roschacher (*23.3.1960 Zürich) zeichnen sich durch einen akribischen Malstil aus. Die Bergwelt der Schweizer Alpen stellt er als hyperrealistische Szenerien dar; um dabei eine hohe Präzision zu erlangen, malt er seine Gemälde anhand eines feinen Einhaarpinsels. 

Roschacher gewann in den vergangenen Jahren als Maler von Alpenlandschaften internationale Beachtung und Anerkennung. 2013 erschien im Benteli-Verlag eine Monographie über sein künstlerisches Oeuvre.

Kunstwerke
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Valentin Roschacher wurde in Zürich geboren und wuchs in Herrliberg am Zürichsee auf. Er besuchte das Gymnasium in der Stiftsschule Einsiedeln. Ab 1981 studierte er Jura an der Universität Zürich und doktorierte zwischen 1988 und 1991 auch in Zürich.

Von 2000 bis 2006 war er Schweizerischer Bundesanwalt. Seit seinem Rücktritt widmet sich Valentin Roschacher fortan beruflich der Malerei.

Ganz im Geiste der grossen Schweizer Modernen Hodler oder Segantini versteht es Roschacher meisterhaft, die Erhabenheit der monumentalen Bergwelt und Alpenmotive auf die Leinwand zu übersetzen. Fernab jeder moralischen oder politischen Botschaft formuliert er seine Bildwelten mit der ästhetischen Sprache der Natur. In minutiöser Kleinarbeit und akribischer Geduld kreiert er Alpenpanoramen, die er mit Pinseln malt, die nicht mehr als ein, zwei oder drei Haare haben. 

 

 «Warum ich unsere Berge male? – In der erhabenen Bescheidenheit, in der kantigen, ruhigen Mächtigkeit und Pracht der Alpen nehme ich die Werte wahr, die ich in der Schweizerischen Gesellschaft in diesem wünschenswerten Ausmass heute nicht mehr finde. Ich steige hinauf in die Bergwelt und spüre edle Kraft, Vernunft, Respekt, Solidarität und Anstand. Wo immer ich ein Motiv für ein Bild suche, sind sie da: Stein gewordene und trotzdem lebendige Wesen, die ich – steige ich wieder herunter – in der Gesellschaft heute leider nur noch als laues Lüftchen wahrnehmen kann. In den Bergen lerne ich jeden Tag aufs Neue, meine Identität als Schweizer nicht aus der Vergangenheit, sondern aus der Gegenwart zu definieren; einer von der Vergangenheit geprägten Gegenwart, deren Wesen die Veränderung ist. Auch Berge verändern sich; Felsbrocken lösen sich, Gletscher bilden sich zurück. Was bleibt ist die sich täglich neu definierende positive Kraft. Berge sind anständig, vernünftig und solidarisch.» (Valentin Roschacher)

Ausstellungen (Auswahl)

2016 «Bergmalerei», bromer kunst, Roggwil
2011 Permanente Ausstellung im Auditorium von bromer kunst, Roggwil
2009 Ausstellung in Moskau
2008 Ausstellung in Latina/Roma und Zürich
2007 Ausstellung in Bern

Literatur (Auswahl)

Valentin Roschacher. Die Schweizer Alpen. Ölbilder 2000-2013. Sulgen/Zürich: Benteli Verlag, 2013.

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