Direkt zum Inhalt
|
Intro
Pressemitteilung

Cuno Amiet – Retrospektive zum 150. Geburtstag

Meisterwerke aus acht Jahrzehnten

Cuno Amiet (1868 – 1961) gehört zu den bedeutendsten Künstlern, welchen die Schweiz bis zum heutigen Tage hervorgebracht hat. Mit seiner Kunst hat er die Herzen der Schweizer erobert und darüber hinaus internationale Künstler, Kunstsammler sowie -kritiker inspiriert und begeistert. Seinem Oeuvre wurden – bereits zu Lebezeiten bis zur Gegenwart – eine Vielzahl an Ausstellungen gewidmet, die ihn als wegweisenden Künstler bis heute im Bewusstsein der europäischen Kunstszene haben weiterleben lassen.

bromer kunst möchte mit der Ausstellung zum 150. Geburtstag von Cuno Amiet ebenfalls einen Beitrag zur Ehrung dieses Ausnahmekünstlers leisten, dessen Oeuvre sich über acht Jahrzehnte erstreckt. Amiets Gesamtwerk ist sowohl in seiner Motivik als auch in Bezug auf seinen Malstil überaus variationsreich. So wird in den grosszügigen Räumlichkeiten von bromer kunst genau diese Vielfalt zu sehen sein: Von seinen Bildnissen, über Landschaften und Stillleben zu den Sujets Ernte, Wäsche und Paradies wird das Schaffen des Malers retrospektiv beleuchtet.

In Zusammenarbeit mit der Fondation Cuno Amiet, dem SIK, einigen wertgeschätzten Privatsammlern und mit einem nicht unerheblichen Eigenbestand an Werken Amiets möchte bromer kunst den Künstler sowie sein Werk feiern -  und dabei Amiets Kreativität, Lebensfreude und Lebensdrang in einem aussergewöhnlichen Masse erfahrbar machen.

Kurzbiografie

Cuno Amiet (*28.3.1868 Solothurn, 6.7.1961 Oschwand) gilt als Wegbereiter der modernen Malerei in der Schweiz, da er als Erster der Farbe den Vorrang in der Komposition gab. Als Fünfzehnjähriger malte Amiet das erste Selbstporträt. 1884 wurde er Schüler von Frank Buchser. 1886-88 besuchte Amiet die Akademie der Bildenden Künste in München, 1888-92 die Académie Julian in Paris. 1892 ging Amiet für ein Jahr nach Pont-Aven, wo er Gauguin und van Gogh entdeckte und die Grundlagen für seinen Kolorismus legte.

Bei seiner Rückkehr in die Schweiz stiess seine Verwendung reiner Farben auf Ablehnung. Unter dem Einfluss Ferdinand Hodlers, zu dem er bis 1905 eine enge Beziehung pflegte, setzte er sich mit dem Jugendstil auseinander. Dann wurde die Expressionisten-Vereinigung «Die Brücke» auf Amiet aufmerksam und gewann ihn als Mitglied (1906-13). Er experimentierte erneut mit einem reinen Kolorismus, und es entstand ein eigenständiges, reichhaltiges Werk, in welchem vier Themen besonders hervortraten: der Garten, die Obsternte, die Winterlandschaft und das Selbstporträt. Oschwand, wo er sich 1898 niederliess, wurde ab 1908 zu einem Zentrum künstlerischen Schaffens und einem Treffpunkt von Kunstschaffenden und -sammlern.

Konzept der Ausstellung

Die Ausstellung „Cuno Amiet – Retrospektive zum 150. Geburtstag – Meisterwerke aus acht Jahrzehnten“ wird am tatsächlichen Ehrentag des Künstlers, dem 28. März 2018, mit einer grossen Vernissage ihren Auftakt finden und mit einer besonderen Finissage am 1 Juli 2018 ausklingen. Zur Finissage werden Sujets aus den Werken Amiets thematisch in die Ausführung der Festlichkeiten verwoben. Ein besonderes Highlight der Vernissage sind die für den Apéro verwendeten Rezepte von Anna Amiet, die Haubenkoch Roc Greisler in die heutige Zeit übersetzt.

In der Ausstellung werden in den vielseitigen Räumen von bromer kunst die variationsreichen Themenbereiche aus Amiets Oeuvre beleuchtet. So werden Sujets wie Bildnis, Selbstbildnis, Ernte, Stillleben und Landschaft in Themenräumen präsentiert. Anhand der Selbstbildnisse, die in chronologischer Reihenfolge gezeigt werden, wird die Stilentwicklung des Künstlers dem Betrachter vor Augen geführt und gleichzeitig lässt sich „der Lauf der Zeit“ in Bezug auf Amiets Lebensalter darstellen – er wurde immerhin 93 Jahre alt.

bromer kunst ist es ein Anliegen, die Werkschau nicht nur auf die häufiger gezeigten Werke aus den Schaffensjahren zwischen 1890 und 1920 zu konzentrieren, sondern sein gesamtes Oeuvre zu beleuchten. Dies resultiert aus dem Bestreben heraus, ein ganzheitliches Bild der Künstlerpersönlichkeit Amiets zu zeichnen, weswegen auch die Werke der späteren Werkphasen mit in die Präsentation eingebunden werden. Die Spannweite an Kontakten zu Grössen aus der Kunstwelt, die Amiet zu Lebzeiten pflegte, ist Anlass, die Ausstellung auch mit Fotodokumenten zu bespielen, die den Künstler und seine Wegbegleiter zeigen (z.B. siehe auch Zaugg, Urs (1985). Cuno Amiet in fotografischen Dokumenten. Herzogenbuchsee: Schelbli + Co.). Mit privaten Dokumenten und Memorabilien wird überdies ein tieferer Einblick in das Leben des Künstlers gewährt.

Publikation

Während der Laufzeit wird eine Publikation zur Ausstellung erscheinen, welche die verschiedenen Themen und Werkphasen mit Bildern und Texten beleuchtet.

Während der Laufzeit

Über die Laufzeit der Ausstellung hindurch sind mehrere, zeitlich verteilte Veranstaltungen geplant. So werden beispielsweise ausgewählte Gäste jeweils zum bromer Kunstsalon eingeladen; dort werden, im exklusiven Kreis, der Künstler Amiet und sein Oeuvre diskutiert. Die Gäste sollen somit einen noch intensiveren Bezug zu der Künstlerpersönlichkeit und seinem Werk aufbauen können.

Qualität

bromer kunst hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Retrospektive zu realisieren, die über die allgemein übliche Form von Kunstpräsentationen hinausgeht. Dabei setzten wir inhaltlich auf höchste Qualität sowohl bei der Werkauswahl als auch der Inszenierung.

 

Presse-Preview: 26. März 2018 um 11 Uhr, Anmeldung erforderlich

Vernissage: 28. März 2018 ab 18 Uhr, Anmeldung erforderlich

Ausstellungsdauer: 28. März bis 01. Juli 2018

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 11:00 Uhr bis 17.00 Uhr und nach Vereinbarung

 

 

Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich an Julia Uti, Gallery Manager, unter:

julia.uti@bromer.ch oder +41 62 918 10 80