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Markus Lüpertz

Böhmen, Deutschland, 1941

In Liberec/Böhmen geboren, kommt Markus Lüpertz (*25.4.1941, Liberec) im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie nach Westdeutschland. Er studiert von 1956 bis 1963 an der Werkkunstschule Krefeld bei Laurens Goosens und an der Kunstakademie Düsseldorf. 1962 zieht Lüpertz nach West-Berlin, wo er zusammen mit Bernd Koberling und Karl Horst Hödicke die Selbsthilfegalerie «Großgörschen 35» gründet.1976 nimmt er eine Professur an der Akademie in Karlsruhe an. 1977 zeigt die Hamburger Kunsthalle einen ersten Überblick seines Werkes, gefolgt von der Kunsthalle Bern und dem Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven. 1982 nimmt er an der documenta VII in Kassel teil. 1986 wird Markus Lüpertz an die Kunstakademie Düsseldorf berufen, die er seit 1988 als Rektor leitet. 1990 erhält Lüpertz den Lovis-Corinth-Preis der Künstlergilde Esslingen. Seinem Werk wurden immer wieder bedeutende Einzelausstellungen gewidmet.

Entgegen allen zeitgenössischen Tendenzen zur Abstraktion malte Lüpertz zu Beginn Bilder mit einfachen gegenständlichen Inhalten. In den Jahren 1969 bis 1977 entstehen die «deutschen Motive», stilllebenartige Bildkompositionen, die symbolbehaftete Gegenstände der Vergangenheit wie Stahlhelme, Schaufeln oder Fahnen in monströser Größe präsentieren und somit die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte fordern.  Ab 1977 greift Lüpertz in seinen «Stil-Bildern» abstrakte Tendenzen der fünfziger Jahre auf. Die zunehmende Abstraktion wird Anfang der 1980er Jahre zugunsten einer neuen Gegenständlichkeit und Räumlichkeit unter Verwendung kunsthistorischer Zitate und Versatzstücke aufgegeben. Als Maler, Grafiker und Bildhauer zählt Lüpertz‘ exzentrische Künstlerpersönlichkeit zu den bekanntesten Vertretern deutscher Gegenwartskunst.

Kunstwerke
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