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Angela Glajcar

Mainz, 1970
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Angela Glajcar deren tschechische Wurzeln ihren Namen prägen, wurde 1970 in Mainz (DE) geboren. Von 1991 bis 1998 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Tim Scott. Sie durchlief einen spannenden künstlerischen Findungsprozess, an dessen Anfang Stahl- und Holzarbeiten standen, bis sie zu ihrem heutigen Signature-Material Papier fand.

Mit dem Werkstoff Papier assoziieren wir unter anderem Leichtigkeit und Empfindlichkeit. Je nach Dichte und Stärke, kann Papier jedoch auch stabil, widerstandsfähig, flexibel und schwer sein. Besonders in den grossen Rauminstallationen Angela Glajcars scheinen all diese Eigenschaften des Papieres gleichzeitig in Harmonie zu existieren. Die grossflächigen hintereinander gestaffelten Papierbahnen, an den Kanten gerissen und somit Verletzlichkeit beweisend, schweben in luftigen Höhen über den Betrachtern und suggerieren Leichtigkeit und Schwingung. Gleichzeit können wir jedoch erahnen, dass Papierbahnen in solchen Dimensionen ein nicht unerhebliches Gewicht mit sich bringen. So ist jede von Glajcars Arbeiten ein Oxymoron in sich.

Glajcar hat sich in ihrem künstlerischen Schaffen immer wieder mit den Themen ‚Bewegung‘ und ‚Tanz‘ beschäftigt und dies in erstaunlicher Variation in ihren Werken verarbeitet. Ihre Arbeiten sind jedoch nicht gegenständlich. Innerhalb ihrer intensiven Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Papier bekam sie ein fortlaufend geschulteres Gespür für die haptischen und technischen Eigenschaften der unterschiedlichen Papiersorten. So wurde sie immer feinfühliger im Umgang mit diesen. 

Die heute verwendeten Materialien sind uv-beständig und dabei sinnlich und lebendig.

Weisses, reines Papier wurde in der Philosophie und in der Lyrik bereits über die Jahrhunderte hinweg mit Sublimität assoziiert und als Verheissung wahrgenommen. Angela Glajcars Werke streben diesen Vorstellungen entgegen.

Angela Glajcar hat sich bereits international einen Namen gemacht. Ihre Werke wurden in Galerie-, Museums- und Kunstvereins-Ausstellungen in New York, Miami, Hong Kong, Mailand und London gezeigt und mit hochdotierten Kunstpreisen ausgezeichnet. 

Kunstwerke
Kunstwerke
CV
CV

1970 geboren in Mainz (DE)

1991-1998 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Tim Scott, Studienarbeiten zum Thema „Der menschliche Körper in Bewegung“

1998 Werkstattpreis der Erich Hauser Kunststiftung, Entwurfscollagen in Papier für die Stahlskulptur „Akrobat“

1999-2000 Astersteinstipendium des Landes Rheinland-Pfalz, Beginn der Serie „Noyane“ und Experimente mit Entwurfscollagen, erste Papierarbeiten an der Wand

2000 Geburt der Tochter Yelena

2001-2002 Projektstipendium „Korrespondenz im Raum“, Bayerisches Kultusministerium, erstes raumbezogenes Ausstellungskonzept mit Holz und Papierarbeiten für die Ausstellung im Kunstverein Speyer

2002 ZONTA Kunstpreis, Mainz

2003 Entwicklung der Serie „Contrarius“ und Entstehung der einzigen Serie auf Papier im Rahmen von Bewegungsstudien der Compagnie Martin Schläpfer – balletmainz

Geburt der Tochter Yara

2004 Vordemberge-Gildewart-Stipendium, In situ Installation im Museum Wiesbaden, Beginn der Serie „Conballare“

2005 Emy-Roeder-Preis, erste Kunststoffexperimente, Beginn der Serie „Papierschatten“ und „Terforation“

2006 Phönix-Kunstpreis, Beginn der Serie „Lichtschatten“ und „Montcanus“

2007-2008 Gastprofessur an der Universität Gießen für den Bereich Skulptur, Beginn der Serie „Lumen“ und „Bloc“

2007 Realisierung des Kunst am Bau Projektes „Lichtschatten“ für die Feuerwehr Mutterstadt

2009 Beginn der Serie „Arsis“

2010 Publikumspreis der Regionale im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen

Realisierung des Kunst am Bau Projektes „Stiller Dialog“ für die Christiane Herzog Schule in Neuwied-Engers, Beginn der Arbeiten mit Glasgewebe

2011 Realisierung der In situ Installationen „Curalium“ und „the light within“ mit Glasgewebe

2012 Beginn von Experimenten mit Papier und Kunstharz

2014 Mainzer Stadtdrucker 2014/2015

Sie lebt und arbeitet in Köln, Rheinhessen und im Allgäu (DE).

Ausstellungen (Auswahl)

2017 bromer kunst, Roggwil (CH)
2017 Museum Wiesbaden, Wiesbaden (DE)
2017 Heitsch Gallery, München (DE)
2016 Galerie Antonella Cattani Contemporary, Bolzano (IT)
2016 Kunstverein Coburg und St. Augustin, Coburg (DE)
2015 Southwark Cathedral, London (UK)
2015 Andipa Gallery, London (UK)
2015 Diana Lowenstein Gallery, Miami (USA)

Literatur (Auswahl)

  • Angela Glajcar : ('angǝla 'glaıtsa:), hrsg. v. Sasa Hanten, Köln:Wienand, 2013.
  • Angela Glajcar : Arbeiten in Papier und Kunststoff von 2007 - 2009, (anläßlich der Ausstellungen Papierwelten im Kunstverein Ludwigshafen, hrsg. v. Kunstverein Ludwigshafen, Bielefeld /Leipzig:Kerber , 2009.
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