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#artworkoftheweek

Clara Porges - Nymphen, ohne Jahr

    

Clara PorgesNymphen / Val Maroz von Maloja aus gesehen, ohne Jahr, Öl auf Leinwand, 95 x 120 cm, Inv. Nr. 1-1518.

Clara Porges - Nymphen, ohne Jahr
Öl auf Leinwand
96 x 120 cm

Übergross liegen die beiden Frauenfiguren in Clara Porges (*17.9.1879 Berlin – 17.5.1963 Samaden) Nymphen im Gebirgstal und gleichen dabei zwei monumentalen Bergen. Porges kontrastierte nicht, sondern vereinheitlichte die beiden Bildelemente. Auch der elliptische Himmel scheint auf ein Streben nach Einheit zu verweisen. Die Erde und die Natur sollen durch die angedeutete Erdkrümmung als Ganzes wahrgenommen werden. Eine Ansicht, die dem Mensch mit seiner limitierten Grösse und seiner optischen Wahrnehmung nicht möglich wäre. 

Die Künstlerin Clara Porges besuchte von 1896-1900 die städtische Kunstschule und die Akademie Fehr in Berlin, an denen sie eine Ausbildung als Malerin erhielt. Studienreisen führten Porges nach Italien, Wien und auf den Spuren Nietzsches ins Engadin. Das künstlerische Schaffen von Clara Porges wurde seit 1912 und bis in die frühen 1950er-Jahre an zahlreichen Ausstellungen in London, Wien, München, Leipzig, Dresden, Freiburg im Breisgau, Stuttgart, Bern und Zürich gezeigt. Dennoch gingen die Werke der Künstlerin fast vergessen. Erst 1985 mit der Eingliederung ihrer Werke in die Ausstellung «Das Oberengadin» wurde ihre grosse Bedeutung richtig wahrgenommen und in einem grösseren Kontext von Künstlern, die sich mit dem Engadin auseinandersetzten, betrachtet.

Clara PorgesNymphen / Val Maroz von Maloja aus gesehen, ohne Jahr, Öl auf Leinwand, 95 x 120 cm, Inv. Nr. 1-1518.

Clara PorgesNymphen / Val Maroz von Maloja aus gesehen, ohne Jahr, Öl auf Leinwand, 95 x 120 cm, Inv. Nr. 1-1518.