Direkt zum Inhalt
|
Intro
#blog

Arnold Ammann - Sein Vielseitiges Werk

  

Arnold Ammann - Landschaft 1991
Öl auf Leinwand
48.6 x 63.8 cm

Das künstlerische Schaffen von Arnold Ammann (*14.2.1920 – 26.11.1991) begann in den 1930-Jahren mit einer Flachmalerlehre. Zuerst arbeitete er als Maler in der WISA in Lenzburg und später als Gehilfe in der Stern-Apotheke. Neben seinem Beruf widmete sich Ammann in seiner Freizeit der Malerei. Doch erst im Alter von fünfundfünfzig Jahren entschloss er sich als freischaffender Künstler zu arbeiten. Sein Vorbild auf dem Weg vom Malerhandwerk zum Künstlertum war der Maler Rudolf Urech-Seon, welcher seinerseits Mitglied der Künstlergruppe Allianz war. Von ihm erhielt Ammann den Ratschlag, die Natur zu studieren und nach ihr zu malen. Zu Ammanns künstlerischem Oeuvre zählen vorwiegend Stillleben und Landschaftsmalereien. Eine Vielzahl an Zeichnungen, Studien und Holzschnitten ergänzen sein Gesamtwerk und erweitern unser Verständnis von diesem autodidaktischen Künstler.

Arnold Ammann - Landschaft, 1991
Öl auf Leinwand
48.6 x 63.8 cm

Arnold Ammann - Herbstlandschaft mit Krähen 1980
Öl auf Leinwand
69 x 78.4 cm

Arnold Ammann - Juralandschaft, ohne Jahr
Öl auf Leinwand
78 x 69 cm

Arnold Ammann - Amstrichen Densbüren 1988
Öl auf Leinwand
108 x 128 cm

Arnold Ammann - Felder 1977
Öl auf Leinwand
61 x 81 cm

Arnold Ammann - Trüber Tag bei Huttwil 1991
Pastell auf Papier
34 x 49 cm

Arnold Ammann - Am Hallwilersee 1962
Öl auf Leinwand
78 x 112 cm

Arnold Ammann - Landschaft 1969
Öl auf Leinwand
78 x 98 cm

Landschaften im Dunst

Auf den ersten Blick scheint sich eine düstere Stimmung durch seine Landschaftsmalereien zu ziehen, doch merkt man bei näherer Betrachtung, dass es nicht nur graue und menschenleere Orte sind. Er malte vor allem die Umgebung seiner Heimatregion Seon, Umgebungen in denen er aufwuchs, arbeitete und die ihm vertraut waren. Die besondere Lichtstimmung dieser Landschaften wirft fragen auf. Ein oftmals dunkler Himmel breitet sich über die Landschaft aus, die Weiden und Wälder sind nicht in saftigen, satten Farben festgehalten, sondern in rot, gelb und blau tönen, die jedoch immer mit grau abgetönt wurden. Hat der langjährige Postbote hier eine Stimmung im Morgengrauen eingefangen? Oder waren es die vielen Nebeltage die es in dieser Region gibt, die diese Bilder beeinflussten? Bei vielen Werken ist nicht klar ob sie Tages- oder Nachtszenen darstellen. Es sind nicht Sonnenstrahlen die diese Farben zum leben erwecken, oftmals bilden die pastos aufgetragenen Farbflecken dennoch vibrierende Flächen, wie ein feiner Regenschauer über der Landschaft.

Ammann der Grafiker

   

Arnold Ammann - Wehr bei Seon, ohne Jahr
Holzschnitt
34.7 x 47 cm

Durch das Arbeiten mit Holzschnittdrucken ermöglichte sich Ammann eine ganz neue Form des künstlerischen Ausdrucks. Das Medium bedingt eine gröbere Handhabung und ergab ein eher grafisches Ergebnis: Formen werden reduziert und Farben flächig. Der Autodidakt Ammann schien darin eine klare Sprache formuliert zu haben. Seine Darstellungen von Bächen, Blumen und Wäldern weisen eine vollkommen andere Qualität als seine Malereien auf, eine spannende neue Seite des Künstlers. Die Wellen, Blumen und Blätter arbeitete er wie Muster aus dem Holz heraus. Auch die Kompositionen sind Flächendeckender und Freier. Im Gegensatz zu seinen Landschaftsmalereien gibt es hier kein oben und unten mit einer Horizontlinie dazwischen. Wie von einer Regel befreit arbeitet der Künstler hier mit ganz anderen Kompositionsformen, hier sind die Bildelemente über die gesamte Bildfläche verteilt und nehmen jede Ecke in Anspruch.

Arnold Ammann - Winterwald, 1979
Holzschnitt
44 x 33.7 cm

Arnold Ammann - Vollmondnacht, ohne Jahr
Holzschnitt
13 x 10 cm

Arnold Ammann - Wildbach, ohne Jahr
Holzschnitt
22 x 17 cm

Arnold Ammann - Baumstämme, 1979
Holzschnitt
45 x 29 cm

Arnold Ammann - Baum vor Sonnenuntergang, ohne Jahr
Holzschnitt
18 x 12 cm

Arnold Ammann - Wehr bei Seon, ohne Jahr
Holzschnitt
34.7 x 47 cm

Zeichnungen: Linie, Punkt und Fläche

  

Arnold Ammann - Ammerswil, 1983
Tusche auf Papier
40.5 x 58 cm

Arnold Ammann - Fröschenmoos, 1985
Tusche auf Papier
24.4 x 35.5 cm

Die Zeichnungen und Studien der Landschaft bildeten den Ausgangspunkt für Ammanns Beobachtung der Natur. In ihnen zeigt sich wie genau Amman seinen Blick auf das Papier übertragen konnte. Mit feinen Schraffuren, Linien und Raster konstruierte er exakte Abbilder seiner Umgebung, die sich bei näherer Betrachtung in abstrakte Muster auflösen. Seine Papierarbeiten weisen eine zeichnerische Qualität auf die weiter geht als rein technisches Können. Durch angrenzende oder sich berührende Flächen, entgegenlaufende Schraffuren und Punktemuster werden Flüsse, Wiesen, Himmel und Mauern heruntergebrochen zu kleinsten Flächeneinheiten.

 

Arnold Ammann - Sägemühletal, 1991
Tusche auf Papier
31.8 x 33.8 cm

Arnold Ammann - Asp, 1982
Tusche auf Papier
49.6 x 40.7 cm

Arnold Ammann - Landschaft bei Egliswil, 1973
Tusche auf Papier
29.8 x 49.9 cm

Arnold Ammann - Fröschenmoos, 1985
Tusche auf Papier
24.4 x 35.5 cm

Arnold Ammann - Im Moos, 1980
40 x 54 cm

Arnold Ammann - Auf Magiens (Flims) 1977
Tusche auf Papier
31.8 x 51.8 cm

Arnold Ammann - Ammerswil, 1983
Tusche auf Papier
40.5 x 58 cm