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Intro
bromer kunst Galerie

SYNTHESIS Angela Glajcar und Thomas Röthel

bis

bromer kunst zeigt eine Ausstellung mit Werken aus Papier von Angela Glajcar und Skulpturen aus Stahl von Thomas Röthel, zwei international renommierte Künstler, die sich mit unterschiedlichen, vermeintlich divergierenden Materialien auseinandersetzen. 

Der Titel der Ausstellung lässt sich nicht nur auf die Synthese zweier künstlerischer Positionen übertragen, sondern ist ebenso den jeweiligen, eigenständigen Œuvres von Angela Glajcar und Thomas Röthel inhärent. Die Werke Angela Glajcars aus Papier, Glasgewebe und Kunststoff könnten auf den ersten Blick kaum einen stärkeren Kontrast zu den Stahlskulpturen von Thomas Röthel darstellen. Erst bei näherer Betrachtung tritt eine Vielzahl an sowohl offensichtlichen als auch subtilen Gemeinsamkeiten zu Tage. Leichtigkeit und Schwere, Licht und Schatten, Ausdehnung im Raum und Allansichtigkeit sind Themen, die beide Künstler gleichermassen beschäftigen. Ferner sind die Werke beider Künstler nicht figurativ, sondern im Gegenteil, selbstreferentiell zu verstehen.

Ausstellungsansichten mit Werken von Thomas Röthel

Die Ausstellung begrenzt sich nicht nur auf die Galerienräume, sondern auch der Aussenraum von bromer kunst ist mit Stahlskulpturen von Thomas Röthel bespielt. (Foto: Bianca Ott)

Für die Skulptur «Segmentbögen» (2014) wurde eigens eine Plattform errichtet, so dass sie sich  beinahe schwebend auf der Oberfläche des Teiches präsentiert. (Foto: Bianca Ott)

Skulptur von Thomas Röthel aus wetterfestem Baustahl (Foto: Bianca Ott)

Thomas Röthel, «Segmentbögen», 2014 (Foto: Markus Beyeler)

Thomas Röthel, «Balance», 2017 (Foto: Markus Beyeler)

Ausstellungsansicht im OG der Galerie (Foto: Markus Beyeler)

Ausstellungsraum mit Prägedrucken und Stahlskulpturen von Thomas Röthel (Foto: Markus Beyeler)

Ausstellungsansicht im OG der Galerie (Foto: Markus Beyeler)

Ausstellungsansicht im OG der Galerie (Foto: Bianca Ott)

Thomas Röthel, «Drehung», 2017 (photo credit: Bianca Ott)

Thomas Röthel, «Segmentbögen I», 2014 (Foto: Markus Beyeler)

Thomas Röthel, «Drehung», 2015 (Foto: Markus Beyeler)

Ausstellungsansichten mit Werken von Angela Glajcar

Angela Glajcar, «Terforation-Roggwil», 2017 (Foto: Bianca Ott)

Die in situ Installation von Angela Glajcar überrascht aus jedem Blickwinkel und in unterschiedlichen Lichtverhältnissen immer wieder mit neuartigen Ansichten. (Foto: Markus Beyeler)

Detail von Angela Glajcars «Terforation-Roggwil» (2017) (Foto: Markus Beyeler)

Angela Glajcars Kunstwerk aus Glasgewebe «white glass» (2015) schwebt besonnen im Raum der Stille und ist von einer Aura aus Leichtigkeit und schlichter Eleganz umgeben. (Foto: Bianca Ott)

Journalisten bei einer Führung durch die Ausstellung (Foto: Bianca Ott)

Der an den Garten grenzende Hauptsaal von bromer Kunst ist Werken von Angela Glajcar bespielt. (Foto: Markus Beyeler)

Detail einer «Terforation» von Glajcar (Foto: Markus Beyeler)

Ausstellungsansicht mit «Terbloc»-Werken von Angela Glajcar (Foto: Markus Beyeler)

Angela Glajcar, «Terforation», 2017 (Foto: Markus Beyeler)

Angela Glajcar, «Terforation», 2012 (Foto: Markus Beyeler)

Ausstellungsansicht mit Werken von Angela Glajcar (Foto: Markus Beyeler)

Für die aus Kunststoff bestehenden «Lichtschatten» Werke im Bildhintergrund verlässt Glajcar ihr signature material Papier. (Foto: Markus Beyeler)

Zur Ausstellung
Zur Ausstellung

Mit Glajcars präferiertem Werkstoff Papier wird Leichtigkeit und Empfindlichkeit assoziiert. Je nach Dichte und Stärke, kann Papier jedoch auch stabil, widerstandsfähig, flexibel und schwer sein. Besonders in den grossen Rauminstallationen Glajcars scheinen all diese Eigenschaften des Papieres gleichzeitig in Harmonie zu existieren. Sie schweben in luftigen Höhen über dem Betrachter und suggerieren Leichtigkeit und Schwingung. Gleichzeit lässt sich erahnen, dass Papierbahnen in solchen Dimensionen ein nicht unerhebliches Gewicht mit sich bringen. So sind die Arbeiten Angela Glajcars oftmals ein Oxymoron in sich.

Dies lässt sich auch auf die Arbeiten von Thomas Röthel übertragen. In seinem Werk spielen diese kontrastierenden Qualitäten ebenso eine wichtige Rolle. Der schwere Stahl, bei enormer Hitze bearbeitet, verwandelt sich unter dem künstlerischen Eingriff Röthels in oftmals filigran und fragil anmutende Skulpturen. Sie strahlen eine Dynamik und Leichtigkeit aus, welche die Schwere des Materials beinahe vergessen lassen. Andere Arbeiten wirken durch ihre subtilen Biegungen und Schwünge sanft, schmiegsam und weich. Röthels Skulpturen sind häufig, besonders bei grossen Formaten, tonnenschwer und nahezu ausnahmslos massiv. Themen wie Nähe, Berührung, Zweisamkeit und Öffnung treten gehäuft in seinen Werken auf. So entwickeln die Skulpturen eine anthropomorphe Wirkung, scheinen menschliche Eigenschaften zu besitzen. Das Material Papier hat neuerdings auch in sein Œuvre Eingang gefunden. Hier ergeben sich ganz neue Aspekte in seinen künstlerischen Schaffen.

Trotz der ausserordentlichen Präsenz der Werke beider Bildhauer, fügen sich ihre Arbeiten harmonisch in ihre Umgebung ein und strahlen Ruhe aus. Die Werke verlangen es von allen Seiten betrachtet zu werden, um so die unterschiedlichen Facetten der variierenden Perspektiven zu erfassen. Durch die verschiedenen Betrachterstandpunkte verändert sich kontinuierlich die Lichteinwirkung auf die Werke. Dementsprechend werden immerzu neue, ungesehene Impressionen kreiert – die Faszination bleibt bestehen.

Beide Künstler haben einige der präsentierten Werke speziell für diese Ausstellung in bromer kunst geschaffen.

Ausgestellte Werke
Künstler