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Künstlerförderung

Rudolf Häsler

Noch vor Kurzem war der Name Rudolf Häsler kaum jemandem ein Begriff, und dies trotz seines ereignisreichen Lebenslaufs und seines unvergleichbaren künstlerischen Schaffens. Die intensiv Beschäftigung und die  Aufarbeitung von Rudolf Häslers Werk gipfelte am 12. November 2016 in der Premiere des Dokumentarfilms «Coca-Castro», umrahmt von der zeitgleichen Eröffnung der bisher grössten retrospektiven Ausstellung, die beide von bromer kunst lanciert wurden. Ergänzend zueinander beleuchtete der Film und die Ausstellung Häslers umtriebiges Leben als Weltbürger und sein malerisches Werk als Fotorealist der ersten Stunde. Im Frühjahr 2017 wurde das  von Häsler verfasste und erstmals 1972 erschienene Buch «Kuba – Freiheit oder Terror: Ein Maler erlebt die Revolution» von bromer edition in einer Neuauflage zweisprachig herausgegeben. Schliesslich stellte die im Juni 2017 in der bromer edition erschienene 476-seitige Künstlermonografie zu Rudolf Häsler den Höhepunkt im Zuge der Bemühungen um das bemerkenswerte Oeuvre des aussergewöhnlichen Schweizer Künstlers dar.

Über das Projekt
Über das Projekt

Das Leben des Künstlers Rudolf Häsler war - wie sein Schaffen auch - sehr aussergewöhnlich. Rudolf Häsler wurde 1927 in Interlaken geboren und interessierte sich seit seiner Kindheit für unterschiedliche Länder und Kulturen. Kurz nach dem Lehrerseminar fasste er den Entschluss, Künstler zu werden. Nach ausgedehnten Studienreisen durch Europa und Nordafrika liess sich der Berner Oberländer kurzzeitig in Spanien nieder. In Granada lernte er Maria Dolores Soler – eine Kubanerin – kennen. Die beiden verlobten sich und heirateten schliesslich in Kuba. Ursprünglich wollte das Paar zwei Wochen in Kuba verbringen – schlussendlich blieben die beiden über ein Jahrzehnt im karibischen Inselstaat. Häsler wurde kurz nach der Machtübernahme durch Fidel Castro in Kuba Direktor im Nationalinstitut für Kunstgewerbe und gilt bis heute als der höchste ausländische Staatsangestellte nach Che Guevara in Kuba. Rudolf Häsler fiel jedoch bei Fidel Castro in Ungnade und wurde seines Amtes enthoben, weshalb er im Jahr 1969 Kuba mit der ganzen Familie fluchtartig verlassen musste. Ende der 60er-Jahre zog sich der Maler, Grafiker und Zeichner mit seiner Familie nach Spanien zurück und bereiste die Welt. Bekannt wurde Häsler vor allem durch seine realistischen, teilweise auch hyperrealistischen Gemälde. Da Häsler eher zurückgezogen in Spanien lebte und nicht an vielen internationalen, gross angelegten Ausstellungen teilniehm, beschränkt sich seine Bekanntheit auf einen ausgewählten Expertenkreis. bromer kunst ist jedoch überzeugt, dass sich diese Tatsache bald ändern wird und Rudolf Häsler seinen verdienten Platz in der internationalen Kunstgeschichte zugesprochen erhält. 

Künstler
Rudolf Häsler
Interlaken, 1927 — 1999
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Der in Interlaken geborene Rudolf Häsler (*29.7.1927 Interlaken - 18.1.1999 Sant Cugat del Vallès) gehört zu den eigenständigsten Schweizer Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts. In der kubanischen Revolutionsregierung nahm der Maler als nationaler Direktor für Kunstgewerbe die zweithöchste Stellung als Ausländer nach Che Guevara ein. Ende der 60er-Jahre zog sich der Maler, Grafiker und Zeichner mit seiner Familie nach Spanien zurück und bereiste die Welt. In den 1970er-Jahren entwickelte Häsler einen akribischen Realismus, welcher der Schule der Hyperrealisten zugeordnet werden kann und Vergleiche mit dem Schaffen von Franz Gertsch, Ralph Goings oder Antonio López Garcia erlaubt.